Hiobsbotschaft: Alle Professur-Ausschreibungen vorerst eingestellt

Das Präsidium der Universität hat heute mitgeteilt, dass alle geplanten Professur-Ausschreibungen vorerst gestoppt werden, bis die neuen Leitlinien zur Universitätsentwicklung vorliegen. Diese werden in Zusammenarbeit von Universität Hamburg und der Behörde für Wissenschaft und Forschung entwickelt, wobei ein Ergebnis vermutlich frühestens im Herbst 2012 zu erwarten ist.
Bis dahin werden alle Ausschreibungsverfahren der Universität unterbrochen. Angemerkt wurde außerdem, dass der geltende Struktur- und Entwicklungsplan (STEP) in Bezug auf die Personalmittel bereits aktuell zu 8 % unterfinanziert ist.

Diese Entscheidung des Präsidiums stellt einen herben Rückschlag für unser Institut dar: die intensiven Bemühungen, so bald wie möglich ein Berufungsverfahren für die dringend notwendige W2-Professur „Illegale Ökonomien“ ins Rollen zu bringen, werden dadurch (zumindest vorerst) zunichte gemacht.
Ohne laufendes Berufsverfahren kann die Stelle im WS 2012/13 jedoch auch noch nicht vertreten werden. Zusammen mit dem Wegfall von Nils Zurawskis Gastprofessur ist somit ab dem nächsten Semester mit einer empfindlichen Einschränkung des Lehrangebots zu rechnen, insbesondere auch im Schwerpunktbereich „Abweichendes Verhalten und soziale Kontrolle“ der Soziologiestudiengänge. In Bezug auf die universitären Einsparungsbestrebungen muss für die Kriminologie in Hamburg längerfristig das Schlimmste befürchtet werden, wenn es nicht gelingt, das Institut durch eine zweite Professur abzusichern.

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